Es ist ja durchaus nicht das erste mal, hier auf den Azoren kann es halt windig werden… Ich habe, wie schon mehrfach bewährt, die Windlast auf den Wintergarten reduziert in dem ich rundum Bretter angeschraubt habe. Die Glas-elemente des Wintergartens sind gut für 80 Knoten Wind, also rund 150 Stundenkilometer. Der Hurricane brachte uns mehr Wind, an die 160 km/h, vielleicht hätte es gehalten, vielleicht auch nicht. So war es ok, aber die Nacht war trotzdem übel. Gut war nur die Zeit zwischen 3 und 4 Uhr morgens, da waren wir im Auge des Hurricanes. Danach fing es leider wieder an, diesmal aus Nord. Also nicht viel Schlaf, es ist unglaublich, was selbst ein Haus mit 70cm starken Mauern für Geräusche macht, wenn dermaßen viel Wind darauf einprügelt. Das nächste mal gehen wir in ein Hotel in Horta!
Angekündigt sind bis zu 200 km/h Wind. Der Wintergarten ist rundum mit Brettern geschützt, unser Boot ist ebenfalls so gut wie möglich für den Hurricane vorbereitet, jetzt können wir nur noch abwarten und Rotwein trinken…
Heute war es endlich soweit, Forty8 wurde gekrant. Alles lief wie ein Länderspiel, und es war ein tolles Erlebnis, den neuen Diesel das erste mal in Aktion zu sehen. Erst hat er das Boot ganz locker rückwärts vom Travellift ins Hafenbecken gezogen, und auf dem Weg zum Liegeplatz lief das Boot bei 1800 Umdrehungen knapp 5 Knoten gegen Wind und Welle. Da hätte der letzte Motor vielleicht die Hälfte geschafft… Alles grün, wir sind total happy!
P.S.: Vielen lieben Dank für die netten Wünsche, ich habe jetzt noch großflächige Hämatome und Probleme mit den Rippen, aber bin sehr dankbar, dass nicht mehr passiert ist!
Heute bin ich leider von der Leiter gefallen. Von ganz oben, mit dem Dinghi auf der Schulter, und auf dem Rücken gelandet. Das war heftig. Tatsächlich lag ich erst mal ein paar Minuten, bis ich wieder zu mir kam und die Knochen sortieren konnte. Ich konnte aber dann aufstehen, folglich war mein erster Weg nach Porto Pim, erst mal einen Vinho Verde auf den Schreck trinken, dabei blutend aus etlichen Wunden. Meine Herzdame hat mich dann wieder einigermaßen zusammengeflickt, einen genauen Überblick über die Schäden habe ich noch nicht. Blöd, einfach nur blöd.
Mein Freund Jean-Pierre hat fast ganz alleine den Motor eingebaut, und dazu die neue Wellendichtung, den neuen Wassereinlass für die Motorkühlung und, und, und….. In den nächsten Tagen installieren wir dann noch den neuen Auspuff, außerdem einen Wasserabscheider/Dieselfilter, und einen neuen Wasserfilter. Mit etwas Glück kommt Forty8 nächste Woche wieder zurück ins Wasser, dann kann die Segelsaison beginnen!
Heute war endlich Krantermin. Wir haben lange warten müssen, weil die Marina nicht genug Stützen hatte. Und somit konnte auch der neue Motor noch nicht eingebaut werden, weil zuerst die Propellerwellendichtung neu muss….. Aber jetzt geht es rund, in 2 Wochen ist Forty8 hoffentlich wieder im Wasser, mit neuem Antifouling und neuem Motor!
Meine Herzdame liebt es, Events zu veranstalten, und jetzt war es mal wieder soweit. Es gibt bei so etwas immer viel vorzubereiten, einerseits das Krimi, andererseits das Dinner. Und natürlich sollte auch das Ambiente stimmen. Am Wetter, sprich an der Hitze, konnten wir nicht viel ändern, aber der Rest hat ganz gut gepasst. Und alle hatten ihren Spaß, und nur darum geht es!
Anfang des Jahres war er ja bereits durch den TÜV gekommen, und da die Optik nur mittelmäßig war und es schon einige Roststellen gab, haben wir uns entschlossen, auch die Karosserie überholen und neu lackieren zu lassen. Jetzt sieht das Wägelchen super aus, mal schauen, wie die Nachfrage sein wird. Eine Kleinigkeit ist noch zu tun, er läuft nur mit Choke gut, mit anderen Worten, er zieht irgendwo Falschluft. Ich bin aber schon dran, hoffentlich ist das Problem morgen Vergangenheit!
Da meine Herzdame gerade 2 Wochen in Deutschland verbracht hat bei bis zu 40 Grad (und in der Scheisshitze fast verreckt ist) hier mal eine Anregung, wie man sein Zuhause in diesen extremen Phasen, die dank des Klimawandels zweifellos häufiger werden, bewohnbar erhalten kann. Natürlich wäre die erste Wahl, einfach eine Split-Klimaanlage installieren zu lassen, so wie wir es hier auf Faial gemacht haben, aber was hier im Supermarkt für wenig Geld zu haben ist, ist in Deutschland seltsamerweise erheblich teurer, von der Installation ganz zu schweigen. Und das wäre vermutlich auch keine Option für die Menschen, die zur Miete wohnen, da Eingriffe in die Bausubstanz nötig wären. Es gibt aber seit kurzem interessante Alternativen! Die Monoblock Klimaanlagen werden von vielen Menschen nicht so geschätzt, weil ein dicker Schlauch, üblicherweise rund 16 cm Durchmesser, aus dem Haus herausgeführt werden muss. Also aus einem Fenster, das dann gegen die Außenwelt abgedichtet werden muss. Das nächste Problem ist, dass diese Geräte durch diesen Schlauch die Wärme aus dem Haus blasen, und dabei Unterdruck im Haus erzeugen, und wenn die dadurch ins Haus gesaugte Luft genauso warm ist oder wärmer als die Temperatur innen, sinkt die Effizienz der Anlage stark. Aber: Und das habe ich eben erst gefunden und finde es eine super Idee für alle, die die Bausubstanz nicht angreifen wollen. Siehe oben gibt es nun Geräte, die Innen- und Außeneinheit haben aber keinerlei Installationsaufwand erfordern! Und sie arbeiten mit der gleichen Effizienz wie die Split-Anlagen, also über den Daumen 6 zu 1! Also man steckt 1 Kilowatt rein und bekommt 6 Kilowatt an Heiz- oder Kühlleistung raus! Das ist doch wohl großartig! Natürlich geht trotzdem ein kleiner Schlauch durchs Fenster nach draußen, vielleicht so um die 4-5 cm Durchmesser, und natürlich muss das Fenster abgedichtet werden, aber die Leistung dieser Anlagen ist signifikant höher, also wer das schwitzen leid ist, schaut euch diese neuen Anlagen einfach mal an!